20 Juni, 19
Welche Dachneigung für eine Terrassenüberdachung?

Erfahren Sie hier mehr über  Zeichnungen für Terrassenüberdachungen!

Der beste Weg, um unangenehme Überraschungen mit Ämtern zu vermeiden: Nicht nur vor Baubeginn, sondern schon in der Planungsphase die notwendigen Informationen einholen! Wie bei anderen baulichen Maßnahmen am Haus müssen auch beim Terrassendach die regionalen Bestimmungen eingehalten werden. Der erste Schritt sollte also der Abklärung geplanter Baumaßnahmen in Zusammenhang mit dem regionalen Baurecht dienen. Und da sich die Bestimmungen der Dachneigung am Terrassendach von einem zum anderen Bundesland unterscheiden, ist die Informationsbeschaffung dringend notwendig.

Von offizieller Seite werden Dächer mit einem Gefälle zwischen 3 und 20 Grad als flach geneigte Dächer bezeichnet. Ist die Steigung bzw. das Gefälle über 20 Grad, spricht man von einem Steildach.

Unabhängig von der Materialauswahl für das Dach sollte sichergestellt werden, dass Regenwasser abfließen kann. Dieser Punkt vereint mehrere Funktionen:

  • die Dichtigkeit der Verbindungsprofile
  • die natürliche Reinigung der Oberfläche
  • das Abfließen des Wassers
  • die richtige Dachneigung verhindert die Vermoosung
Ein zusätzlicher Vorteil ergibt sich aus der Verbindung der Regenrinne mit einer Regentonne. So kann das Regenwasser gleichzeitig zur automatischen Bewässerung der Pflanzen genutzt werden. Ist die Neigung zu gering, kann Regenwasser nicht richtig abfließen und auf lange Sicht Schäden am Dach verursachen. Hier muss auch an die Winterzeit gedacht werden. Die Schneelast kann bei einer zu geringen Neigung schnell zur Belastung für die gesamte Konstruktion werden. Ähnliches gilt für die Reinigung des Daches. Mit richtiger Neigung gelingt die Säuberung der Oberflächen besser.

Die Dachneigung für eine Terrassenüberdachung lässt sich leicht berechnen. Um den Höhenabstand zu ermitteln, wird der Sinus des Neigungswinkel mit der Länge der jeweiligen Stegplatten multipliziert. Bei korrekter Berechnung ergibt sich eine Höhendifferenz von ca. neun Zentimetern zwischen der äußeren Stegplattenkante zum Boden hin und der Höhe an der Wandmontage.

Sicherheit für das Terrassendach ist oberstes Gebot

Glasdächer und Massivplatten bestehend aus modernem Plexiglas oder Makrolon sollten immer über eine Mindestneigung von 5 Grad verfügen. Gleichzeitig werden 15 Grad als ideale Dachneigung bei diesen Materialien empfohlen, um die genannten Sicherheits- und Reinigungseffekte zu erzielen. Eine Neigung zwischen 5 und 15 Grad erlaubt Hausbesitzern eine individuelle Gestaltung des Terrassendachs.

Die Berechnung der Höhenunterschiede

Bei der Berechnung der Neigung sind zwei Komponenten von größter Bedeutung. Der Höhenabstand 1 am Wandanschluss und der Höhenabstand 2, der an der tieferen Seite liegt und den Rand der Stegplattenkante zeigt. Es gilt, hier die passende Neigung für das Terrassendach zu berechnen. sin(5°) steht für eine Neigung von 5 Grad. Soll das Dach eine Neigung von 8 Grad haben, muss der Rechenfaktor entsprechend verändert werden.

Praktisch bedeutet diese Rechnung bei einer Neigung von 5 Grad:

sin(5°) x 100 cm = 8,7 cm. Das bedeutet, die Dachneigung entspricht vom Höhenabstand 1 zu 2 ca. 9 cm – auf einen Meter (100 cm) berechnet. Bei einer Terrassenüberdachung von 4 Meter Länge ergibt der Unterschied 36 cm: 9 cm (Höhenunterschied auf einen Meter) x 4 m (Länge der Überdachung) = 36 cm. Ist jedoch eine Neigung von 8 cm gewünscht, muss die Berechnung sich dahingehend verändern. Das Rechenprinzip bleibt jedoch immer das gleiche.

Vom Zentralverband des Deutschen Dachdecker-Handwerks wird die Mindestdachneigung von 5 Grad empfohlen. Da Wasser in Form von Regen oder Schnee ungeahnte Kräfte auf dem Terrassendach entwickelt, muss auf Sicherheit gesetzt werden. Die minimale Neigung eignet sich für alle Materialien von Terrassendächern. Somit wird deutlich, dass nicht der ausgewählte Baustoff entscheidend ist, sondern das Gefälle selbst. Somit kann Regenwasser zu jeder Jahreszeit optimal ablaufen. Das Unterdach bietet den gewünschten Schutz vor Nässe.

Welche Dachneigung für eine Terrassenüberdachung ist ratsam?

Grundsätzlich gilt: Je steiler die Dachneigung, umso schneller kann Regen abließen. Regional kann eine höhere Neigung sinnvoll sein, wenn im Winter viel Schnee zu erwarten ist. Gleichzeitig muss jedoch auch die Höhe des Raumes beachtet werden, die mit zunehmendem Gefälle abnimmt. Überdachte Terrassen haben in der Regel eine Höhe, die zwischen 2,30 und 2,70 liegt. Schon allein, um den gewonnenen Wohn- oder Lebensraum nicht einzuengen, ist die passende Neigung wichtig. Die am häufigsten angewendete Form ist die angelehnte Terrassenüberdachung, die dem gewonnenen Wohnraum entsprechend mit einem optimalen Gefälle von mindestens 5 Grad ausgestattet werden sollte. Mit dieser Neigung ist die Gestaltung relativ einfach. Steildächer hingegen verlangen ein intelligentes Konzept. Um sicherzustellen, dass Personen auch an der Traufenseite stehen können, muss das Steildach relativ hoch angesetzt werden.