Terrassenüberdachung Baugenehmigung Sachsen-Anhalt

Wer möchte nicht den Sommer verlängern und witterungsunabhängig das Grundstück und die Terrasse genießen. Viele Saarländer Eigenheimbesitzer entscheiden sich daher für eine überdachte Terrasse. Um behördliche Fauxpas und Ärger mit den direkten Anrainern zu vermeiden, sollten potenzielle Bauherren konkrete Informationen über die Notwendigkeit einer Terrassenüberdachung Baugenehmigung im Saarland einholen. Die zuständigen Behörden zeigen sich im Vergleich zu anderen Bundesländern großzügig. Die genehmigungsfreie überdachte Fläche darf im Bundesland bis zu 36m² betragen. Dennoch gibt es Grenzen und Auflagen, die trotz Verzicht auf die Genehmigung eingehalten werden müssen. Gespräche mit den Nachbarn, ein Blick auf den Lageplan und die Einholung der Bestätigung über die Baugenehmigungsfreiheit sind vorteilhaft. Die überdachte Terrasse kann als Anbau am Haus oder als Freisitz auf dem Grundstück errichtet werden. Verregnete Grillabende, die jahreszeitliche Begrenzung der Außen Flächennutzung und rutschige Böden auf der Terrasse gehören mit einer Überdachung der Vergangenheit an. Es verwundert daher nicht, dass der Saarländer bauen und seine Immobilie mit einer überdachten Terrasse vergrößern möchte. Wer sich beim zuständigen Bauamt informiert und mit Zustimmung der Nachbarschaft baut, kann sich schon bald auf seiner überdachten Terrasse entspannen.

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Terrassendach Baugenehmigung in Sachsen-Anhalt – Was muss beachtet werden?

Die Grundlagen sind in der Bauverordnung Sachsen-Anhalts klar geregelt. Ist die Terrassenüberdachung flächenmäßig nicht größer als 30m² und nicht tiefer als 3m, muss kein Bauantrag gestellt werden. Das hat den Vorteil, dass sich Wartezeiten vermeiden lassen. Auch im Verfahren des freien Bauvorhabens bewahrt der Weg zum zuständigen Bauamt vor Fauxpas und einem eventuellen Baustopp. Selbst wenn es laut Baurecht keine Verpflichtung zur Genehmigung gibt, können nachbarschaftliche Streitigkeiten zum erforderlichen Rückbau führen. Lässt sich die Überdachung ohne die Überschreitung der Nähe zum Nachbargrundstück errichten? Bleibt der Blick der Anrainer unverbaut und sind die Materialien der Überdachung zugelassen? Individuelle Auflagen entstehen, wenn Terrassenüberdachungen an Denkmalimmobilien oder in Landschaftsschutzgebieten errichtet werden sollen. Auch die Errichtung außerhalb der als Bauland freigegebenen Fläche des Grundstücks kann eine gesonderte Genehmigung erfordern. Die überdachte Terrasse gilt als fester Bau, der nicht ortsveränderlich und somit auch beim Verzicht auf eine Baugenehmigung in Sachsen-Anhalt nicht willkürlich erfolgen darf. Bei freistehenden, nicht am Gebäude befestigten Überdachungen ähneln die Vorschriften der Errichtung eines Carports. Ob man letztendlich eine Baugenehmigung benötigt oder ohne Bauantrag mit dem Projekt starten kann, hängt bei allen Sachsen-Anhaltiner Eigenheimbesitzern von unterschiedlichen Faktoren ab. Es lohnt sich immer, Bescheinigungen zur Unbedenklichkeit und Zustimmung einzuholen und erst dann mit dem Bau zu starten.

Checkliste für den Bau einer Terrassenüberdachung

 

  • Entspricht die Größe dem genehmigungsfreien oder dem genehmigungspflichtigen Bau?
  • Gibt es am eigenen Standort Sonderauflagen oder Einschränkungen in der Bebauung?
  • Ist die Überdachung statisch einwandfrei und auch im Bezug auf die Schneelast für die Region geeignet?
  • Sind die Nachbarn mit dem Bauvorhaben einverstanden oder bestehen Gegenstimmen?
  • Werden die Abstände zu Nachbargrundstücken und öffentlichen Bereichen eingehalten?
  • Könnte die Terrassenüberdachung eine Sichteinschränkung oder sonstige Einschränkungen für Anrainer darstellen?
  • Sind alle für den Bauantrag benötigten Dokumente lückenlos und in plausiblem Format vorhanden?
  • Gibt es Ausnahmeregelungen, beispielsweise durch Denkmalschutz oder die Angrenzung an Landschaftsschutzgebiete?
Welche Unterlagen werden benötigt?

Die Grundlage für einen genehmigungspflichtigen Bau basiert auf dem Bauantrag, der vor Beginn der Errichtung beim zuständigen Bauamt eingereicht wird. Eine Genehmigung ist nur möglich, wenn die notwendigen Dokumente vorhanden sind und das Bauvorhaben absichern. Dazu gehören der einwandfreie Grundriss und die Kostenkalkulation des Terrassendaches. Eine Materialbeschreibung und die Darlegung des Bauvorhabens in lückenloser Auflistung werden ebenfalls gefordert. Die Statik und der Brandschutz müssen den Verordnungen entsprechen und als sicher bescheinigt werden. Wer sich für Bausätze bei Terrassenüberdachungen entscheidet, hat einen wichtigen Teil seiner Unterlagen bereits zur Hand. Denn der Bausatz kommt inklusive statischer Angaben und der Materialbeschreibung. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann die Zustimmung der angrenzenden Nachbarn in schriftlicher Form beilegen und mit den restlichen Dokumenten beim Bauamt einreichen. Der Lage- und Bebauungsplan dürfen ebenfalls nicht fehlen und müssen deutlich erkennen lassen, dass der Bau im geplanten Bereich nicht auf rechtliche Widerstände stößt. Auch wenn es sich um ein genehmigungsfreies Bauvorhaben handelt, sollte man sich mit dem Bauamt in Verbindung setzen und bescheinigen lassen, dass für die Terrassenüberdachung keine Baugenehmigung in Sachsen-Anhalt nötig ist. Anderenfalls könnte auch einige Jahre nach der Errichtung ein Problem entstehen, dass sich durch die Einholung aller nachbarschaftlichen und behördlichen Zustimmungen einfach vermeiden lässt.