08 Februar, 21
Die Terrassenüberdachung richtig entwässern

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Wie für das Haus- und Garagendach, muss auch für die Überdachung der Terrasse eine adäquate Entwässerungslösung bedacht werden. Regenfälle und getauter Schnee benötigen eine gut geplante und professionell umgesetzte Ableitung, da es sonst zu herabfließenden Wassermassen auf der gesamten Terrassenbreite kommen würde. Die klassische Regenrinne mit einem Fallrohr haben sich in der Praxis am besten bewährt und schaffen obendrein eine Möglichkeit, den Niederschlag in einer Regentonne zu sammeln und Gießwasser für den Garten aufzufangen. Ein vollständiges Rinnensystem besteht aus einer Dachrinne, einem Trichter und einem Fallrohr. Möchten Sie den Niederschlag zur Gartenbewässerung auffangen, sollten Sie diesen Umstand beim Terrassenüberdachung entwässern einplanen. Denn in diesem Fall führt Ihr Fallrohr nicht verschlossen bis zum Boden, sondern weist in der entsprechenden Höhe einen Ablauf auf. Damit das Regenwasser nicht mit lautem Plätschern in die Tonne transportiert wird, sollte der Überlauf nicht zu hoch über der Fassöffnung liegen. Neben der richtigen Länge und einem System, das zur Größe der Überdachung passt, können Sie zwischen verschiedenen Materialien wählen. Achten Sie bereits beim Kauf darauf, dass die Nennweite der Dachrinne und des Rohrsystems auf die Fläche der Überdachung abgestimmt ist. Um eine Terrassenüberdachung zu entwässern und Stauwasser zu vermeiden, müssen die Halb- und Vollrohre den richtigen Durchmesser aufweisen.

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Wie entwässert man richtig?

Die richtige Entwässerung der Überdachung von Terrassen und Freisitzen setzt voraus, dass Sie den Rohrdurchmesser auf die zu entwässernde Fläche anpassen. Bei Terrassen mit einer Dachfläche von bis zu 25m² ist ein Rohrdurchmesser von 70mm optimal. Handelt es sich bei Ihrem Freisitz eher um einen großen Anbau mit einer Dachfläche von bis zu 51m², nutzen Sie bestenfalls ein Rohr, das mit 105cm Durchmesser ausreichend Kapazitäten für die möglichen Wassermassen aufweist. Ist das Rohr zu klein oder wird auf eine adäquate Entwässerung prinzipiell verzichtet, nimmt das Terrassenfundament perspektivisch Schaden. Tau- und Regenwasser sucht sich seinen Weg aus der Regenrinne und läuft über. In diesem Fall durchnässt der Boden rund um die Terrasse bei länger anhaltendem und starkem Regen vollständig. Die aufgeschwemmte Erde begünstigt das Einsinken oder eine Unterspülung des Fundaments. Ob Sie das Rinnensystem für eine überirdische oder unterirdische Methode des Wasser auffangen konzipieren, hängt davon ab, ob Sie eine Regentonne oder eine unterirdisch platzierte Zisterne nutzen. Prüfen Sie nicht nur das Rohrsystem, sondern auch den Boden um das Auffanggefäß regelmäßig.

Richtig entwässern Übersicht:

  • Rohrsystem als Komplettangebot in der richtigen Größe auswählen
  • Durchmesser der Dachrinne und des Fallrohrs auf die zu entwässernde Dachfläche abstimmen
  • Vor dem Kauf überlegen, ob ein Wasserauffangbehälter oberirdisch oder unter der Erde genutzt wird
  • Hochwertige Materialien und professionelle Verarbeitung bevorzugen
  • Bei Bedarf Pumpe und Filter (Zisterne) kaufen und Leistung auf die Behältergröße abstimmen
  • Boden rund um das Fallrohr auf überschüssige Nässe und Rohrsystem auf Dichtheit prüfen
  • Terrassenfundament immer durch eine Drainage vor Wasserüberschuss sichern
  • Aufgefangenes Tauwasser eignet sich für Gartenbewässerung, Gartentoilette und Rasensprengung
  • Rinnensystem immer mit einem leichten Neigungswinkel in Richtung Fallrohr montieren
  • Korrosionsfreie Halterungen für Dachrinnen und Fallrohrmontage verwenden

Was kann passieren, wenn nicht richtig entwässert wird?

Ohne ein professionell montiertes Ablaufsystem, tropft Regen- und Tauwasser über die lange Seite der Terrassenüberdachung. Bei Dächern mit leichter Abschrägung kommt es binnen kurzer Zeit zu einer Unterspülung des Fundaments, sodass der Terrassenboden einsinkt und perspektivisch nicht mehr begehbar ist. Neben der Beschädigung des Fundaments Ihrer Terrasse kann eine fehlerhafte Entwässerung dazu führen, dass die in den Boden einsickernde Nässe zu Schäden an der Bausubstanz des Hauses führt. Das ist vor allem dann der Fall, wenn sich ein Haus auf einem leicht abschüssigen Baugrund befindet, durch den das Regenwasser unter dem Fundament oder durch den Keller läuft. Die Folgeschäden und alle damit verbundenen Kosten sind enorm und vermeidbar, wenn Sie Ihre Terrassenüberdachung entwässern und sich diesbezüglich für ein praktisches System entscheiden. Bei lehm- und tonhaltigen Böden kann das falsche Entwässern zu einer Versumpfung des Grundstücks führen und perspektivisch eine Trockenlegung erforderlich machen. Bedenken Sie auch, dass Sie allein durch Ihre Maßnahmen zum Terrassenüberdachung entwässern wertvolles Gießwasser auffangen und Ihre Pflanzen nicht mit hochpreisigem Trinkwasser versorgen müssen. Die Schäden, die ein nicht gut entwässertes Terrassendach begünstigt, sind in ihrer Auswirkung auf die Bausubstanz nicht zu unterschätzen. Bahnt sich Wasser seinen eigenen Weg, müssen Sie damit rechnen, dass Ihr Terrassenfundament oder das Fundament, beziehungsweise der Keller Ihres Hauses feucht werden.

Fazit: Darauf kommt es bei der Entwässerung einer Terrasse an

Um die Überdachung von Terrassen gut und richtig zu entwässern, muss das Rohrsystem den entstehenden Wassermassen gewachsen sein. Das heißt konkret, dass der Durchmesser der Regenrinne und des Fallrohrs auf die Dachfläche abgestimmt sein müssen. Ob Sie sich für die Abführung in eine unterirdische Zisterne oder in ein unter dem Auslauf stehendes Regenfalls entscheiden, obliegt allein Ihren persönlichen Vorstellungen. Bei Regentonnen sollten Sie auf einen zusätzlichen Überlauf achten, damit die unmittelbar an der Terrassenseite stehende Tonne bei Starkregen nicht überläuft und die Bausubstanz trotz einer hochwertigen Entwässerung Verrohrung durch Feuchtigkeit irreversibel geschädigt wird.