Eine pauschale Antwort, ob das Terrassendach genehmigungspflichtig ist, kann nicht gegeben werden. Denn die Regelungen in den einzelnen Bundesländern variieren. Selbst zwischen zwei nebeneinander liegenden Gemeinden kann es Unterschiede geben, sodass eine Anfrage bei der zuständigen Baubehörde immer ratsam ist.

Die Maße, für die eine Genehmigung der Baubehörde nötig ist, gleichen den Maßen für genehmigungsfreie und genehmigungspflichtige Terrassen. So können Bauherren beispielsweise in Rheinland-Pfalz ihre 50 m² Terrasse ohne Genehmigung überdachen. In Bremen hingegen konzentriert man sich weniger auf die Quadratmeter. Hier ist die Tiefe der Terrassenüberdachung entscheidend. Bis zu 3 m Überdachung sind genehmigungsfrei. Wird die Tiefe auch nur um einen Zentimeter überschritten, ist eine Baugenehmigung erforderlich.

Hier muss der Bauherr bedenken, dass die Überdachung im Regelfall ein paar Zentimeter länger und breiter als die eigentliche Terrassenfläche ist. Ohne Überstand würde die Überdachung ihren Zweck nur teilweise erfüllen, da sie nicht vollständig vor Regen und anderen Witterungseinflüssen schützen würde. Auch der Nachbar hat im Endeffekt ein Wort mitzureden. Nimmt ihm die Überdachung das Sonnenlicht, kann die Genehmigung für die Errichtung verweigert werden.

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